Geschichtstafel
1901: 7. Juni Einweihung des neuen Pestkreuzes auf dem Gaisberg (Hohes Kreuz). Es wurde im Eisenhüttenwerk Obereichstätt gegossen und mit einem Pferdefuhrwerk der Brauerei Hofmühl auf den Berg (534 m) gebracht.
1903: Der Turnverein Eichstätt führt erstmals den Schäfflertanz auf; die Tradition greifen später der VfB und der Böse-Buben-Club wieder auf. Der BBC errichtet aus dem Erlös eine Stiftung zugunsten der Bewohner des Heilig-Geist-Spitals.
1905: Am 22. Oktober feierliche Enthüllung des Wittelsbacher Brunnens am Leonrodplatz.
1907: Beginn des Baues der neuen Straße Eichstätt - Weißenburg beim Tiefen Tal; der Teilabschnitt hat eine Länge von 3010 m, davon müssen 1800 m in den Fels gesprengt werden. Die Kosten betragen 225000 Mark.
1909: Die Stadt begeht am 11. März mit einjähriger Verspätung ihre Tausendjahrfeier mit Errichtung eines Gedenksteins auf dem Frauenberg zwischen der Kapelle und der Willibaldsburg.
1911: Am 28./29. Mai Einweihung und Enthüllung des Kriegerdenkmals am Domplatz.
1912: Im April wird im Haus der Baptistbräu das erste Kino eröffnet, am 4. Oktober 1913 zweites Kino im Rathaus (Luitpold- Lichtspiele).
1913: Baubeginn der neuen Lüftenstraße; sie ist 1300 m lang, die Kosten betragen 120000 Mark.
1914: Am 24.Mai Einweihung des Feldkreuzes an der Aumühl durch Dompfarrer Ludwig Nusser; das alte Kreuz war 1785 errichtet worden.
1918: Am 19. Oktober Großbrand im Ostflügel der Lehrerbildungsanstalt, der auch auf die Kirche St. Peter übergreift und sie völlig zerstört.
1919: Am 18. Juli beschließt der Stadtrat die Einführung der Elektrizität in Eichstätt; am 27. September 1920 elektrisches Licht in Eichstätt; in den Landgemeinden erfolgt die Einrichtung ab Juli 1920.
1921 bis 1935: Bayerische Landespolizei-Vorschule in Eichstätt.
1927: Im Mai gründen die Oblaten des heiligen Franz von Sales auf der Willibaldsburg das "Kolleg St.Wunibald", 1934 Umzug ins Rosental.
1927 bis 1930: Altmühlregulierung zwischen Pappenheim und Dietfurt, Kosten 84 Millionen Mark.
1933: Bei der Reichstagswahl am 5. März geben in Eichstätt 2493 Wähler ihre Stimme der Bayerischen Volkspartei, 1558 der NSDAP; Polizeiaktion gegen führende Mitglieder der Volkspartei, Dr. Georg Wohlmuth, Dr. Joseph Gmelch und sechs Stadträte für längere Zeit in Schutzhaft. Am 16.Juli Besuch von Adolf Hitler im Waldschlößchen.
1935: Bischof Konrad Graf von Preysing wird als Bischof von Berlin in die Reichshauptstadt berufen;Verabschiedung in Eichstätt am 11. August. - Nachfolger wird Michael Rackl, Weihe am 21.Dezember 1935.- Im Juli Einweihung der Thingstätte durch Gauleiter Julius Streicher; am 6. April erfolgte die Grundsteinlegung, die Arbeiten begannen am 9.April. Beim Bau dieser Nazi-Kundgebungsstätte war die gesamte Bevölkerung zum Arbeitsdienst eingesetzt.
1937: Grundsteinlegung für die Jugendherberge,1939 Abschluss mit Einweihung des Erweiterungsbaues (16.April).
1940 bis 1949: Stadt Eichstätt verliert Kreisfreiheit und wird dem Landkreis unterstellt, ab 1949 wieder kreisfrei.
1945: Eichstätt wird vorübergehend Sitz der Apostolischen Nuntiatur in Deutschland; Nuntius Caesare Orsenigo zieht aus dem kriegszerstörten Berlin am 8. Februar nach Eichstätt und wird im Bischofspalais aufgenommen (gestorben am 1. April 1946 in Eichstätt). - Am 26. April Einmarsch der Amerikaner. Als großes Kriegsgefangenenlager und Lazarettstadt blieb Eichstätt ohne Kriegsschäden.